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		<title>Menschen on Sascha Brawer</title>
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		<description>Recent content in Menschen on Sascha Brawer</description>
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				<title>Bühlstrasse</title>
				<link>https://brawer.ch/de/art/b%C3%BChlstrasse/</link>
				<pubDate>Fri, 04 Sep 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid>https://brawer.ch/de/art/b%C3%BChlstrasse/</guid>
				<description>&lt;p&gt;Ich hatte noch nie eine Nachtszene gemalt, also beschloss ich eines&#xA;Abends, es zu versuchen, und zwar gleich um die Ecke von meiner Wohnung&#xA;in Bern, an der Strassenkreuzung Bühlstrasse.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Berns Strassenlaternen sind heute schlichte, kühlweisse LEDs. Vor dem&#xA;Malen habe ich das Foto deshalb selbst gelb eingefärbt, um das warme&#xA;Licht der Natriumdampflampen nachzuahmen, wie sie in den 1970er-Jahren&#xA;üblich waren. Der Effekt gefiel mir einfach: Alles erscheint so in&#xA;einem seltsam gesättigten Orange, Scheinwerfer verschwimmen, ein&#xA;Schaufenster verschwindet im Schatten, eine Passantin durchquert die&#xA;Szene mitten in diesem Licht. Die Farbe ist für mich das zentrale&#xA;Element in diesem Bild – auch wenn die Strasse heute gar nicht so mehr&#xA;aussieht.&lt;/p&gt;</description>
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				<title>Overly Attached Girlfriend</title>
				<link>https://brawer.ch/de/art/overly-attached-girlfriend/</link>
				<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid>https://brawer.ch/de/art/overly-attached-girlfriend/</guid>
				<description>&lt;p&gt;Dieses Bild gehört zu meiner &lt;a href=&#34;https://brawer.ch/de/tags/memes/&#34;&gt;Memes&lt;/a&gt;-Serie –&#xA;Internet-Memes, neu gedacht in Öl.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&#34;https://en.wikipedia.org/wiki/Overly_Attached_Girlfriend&#34;&gt;Overly Attached&#xA;Girlfriend&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&#xA;dreht sich um ein Starren in die Kamera, versehen mit&#xA;Bildunterschriften, die aus ganz normaler Zuneigung etwas machen, das&#xA;über ein gesundes Mass hinausschiesst. Allerdings habe ich nie&#xA;verstanden, was daran witzig sein soll: Wenn überhaupt, sollten&#xA;Menschen einander eher mehr Sorge tragen, nicht weniger. Klar gibt es&#xA;eine Grenze, ab der Fürsorge in etwas anderes kippt – aber diese&#xA;Grenze zu überschreiten ist überhaupt nicht lustig, sondern&#xA;beunruhigend. Der ganze Subtext dieses Memes erschliesst sich mir&#xA;ehrlich gesagt nicht.&lt;/p&gt;</description>
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				<title>Success Kid</title>
				<link>https://brawer.ch/de/art/success-kid/</link>
				<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid>https://brawer.ch/de/art/success-kid/</guid>
				<description>&lt;p&gt;Dieses Bild gehört zu meiner &lt;a href=&#34;https://brawer.ch/de/tags/memes/&#34;&gt;Memes&lt;/a&gt;-Serie –&#xA;Internet-Memes, neu gedacht in Öl.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;https://en.wikipedia.org/wiki/Success_Kid&#34;&gt;Success Kid&lt;/a&gt; war&#xA;ursprünglich ein Schnappschuss von 2007: ein Kleinkind am Strand,&#xA;Faust geballt, mit einem Gesichtsausdruck von unglaublicher&#xA;Selbstzufriedenheit. Später wurde daraus ein Meme für all die&#xA;kleinen «Mission erfüllt»-Momente des Internets.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Die Reaktionen auf dieses Gemälde gehen stark auseinander: Die einen&#xA;sehen ein süsses, entschlossenes Kind, die anderen fühlen sich eher&#xA;unwohl und lesen die geballte Faust als Sinnbild für toxische&#xA;Männlichkeit. Ich gehöre klar zur zweiten Gruppe. Malen ist für mich&#xA;sonst meditativ – meist empfinde ich dabei kaum etwas. Dieses Bild&#xA;war die Ausnahme: Ich hatte eine echte, negative Reaktion darauf, die&#xA;mich während der ganzen Malzeit begleitet hat.&lt;/p&gt;</description>
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				<title>Disaster Girl</title>
				<link>https://brawer.ch/de/art/disaster-girl/</link>
				<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid>https://brawer.ch/de/art/disaster-girl/</guid>
				<description>&lt;p&gt;Dieses Bild gehört zu meiner &lt;a href=&#34;https://brawer.ch/de/tags/memes/&#34;&gt;Memes&lt;/a&gt;-Serie –&#xA;Internet-Memes, neu gedacht in Öl.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;https://en.wikipedia.org/wiki/Disaster_Girl&#34;&gt;Disaster Girl&lt;/a&gt; ist das&#xA;Foto eines Mädchens, das vor einem brennenden Haus grinst. Das Foto&#xA;wurde 2005 vom Vater des Mädchens bei einem Wettbewerb eingereicht,&#xA;ging danach viral, und wurde zu einem der bekanntesten Memes des&#xA;Internets.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Gemalt habe ich es vor allem als Übung in älteren Öltechniken, die ich&#xA;vorher noch nicht ausprobiert hatte. Haare, Haut und Rauch verhalten&#xA;sich auf der Leinwand alle sehr unterschiedlich, und ich wollte für&#xA;alle drei ein Gefühl bekommen. Die Augen haben mir allerdings einige&#xA;Mühe bereitet, und ich würde sie heute anders machen.  Aber mit der&#xA;Haut bin ich wirklich zufrieden: Wie bei Ölgemälden aus früheren&#xA;Zeiten entsteht durch das Zusammenspiel von zahlreichen dünnen,&#xA;beinahe transparenten Schichten ein leichtes Schimmern, das eine&#xA;einzelne deckende Schicht so nicht hinbekommen würde. Es gibt noch&#xA;viel zu lernen, aber dieses Bild hat mir die Lasurtechnik näher&#xA;gebracht.&lt;/p&gt;</description>
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				<title>Mittelstrasse</title>
				<link>https://brawer.ch/de/art/mittelstrasse/</link>
				<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid>https://brawer.ch/de/art/mittelstrasse/</guid>
				<description>&lt;p&gt;Das ist die &lt;a href=&#34;https://gelateriadiberna.ch/&#34;&gt;Gelateria di Berna&lt;/a&gt; an der&#xA;Mittelstrasse in Bern, ein paar Gehminuten von meiner Wohnung&#xA;entfernt. Gemalt habe ich sie an einem hellen Sommertag – so einem, an&#xA;dem draussen jeder Tisch besetzt ist und die Schlange bis aufs&#xA;Trottoir reicht.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Spannend finde ich die Wand rechts. Sie ist – auch in echt – von&#xA;einem grossen Graffiti bedeckt. Auf den ersten Blick wirkt es wie&#xA;schnell hingesprüht, tatsächlich ist es aber so sorgfältig gemacht,&#xA;dass es ziemlich sicher eine Auftragsarbeit sein dürfte. Abgemalt habe&#xA;ich es Linie für Linie. In Öl, einem nochmals langsameren Medium, wurde&#xA;es sogar noch eine Spur exakter als im Original. Eben diese Reibung zwischen einem&#xA;alltäglichen Format und einem Galerie-Medium ist der Punkt meiner&#xA;&lt;a href=&#34;https://brawer.ch/de/tags/memes/&#34;&gt;Memes&lt;/a&gt;-Serie – dies hier ist zwar kein Meme, aber&#xA;offenbar kann ich es nicht lassen, diesen Gegensatz überall zu suchen.&lt;/p&gt;</description>
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				<title>Fùxīng Lù</title>
				<link>https://brawer.ch/de/art/fuxing-lu/</link>
				<pubDate>Fri, 04 Sep 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid>https://brawer.ch/de/art/fuxing-lu/</guid>
				<description>&lt;p&gt;Fùxīng Lù ist eine ruhige Strasse in der ehemaligen &lt;a href=&#34;https://en.wikipedia.org/wiki/French_concession_of_Shanghai&#34;&gt;Französischen&#xA;Konzession&lt;/a&gt;&#xA;von Shanghai, lauter Platanen und kleine Läden, alle paar Häuser ein&#xA;Café. Eines davon hatte eine grosse Glasfront, und der Raum dahinter&#xA;sah einladend aus, also machte ich mit dem Telefon ein Foto durchs&#xA;Fenster und ging weiter.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Jahre später, als ich mich durch alte Reisefotos klickte, fiel mir&#xA;etwas auf: Das Lokal war voll, alle dicht gedrängt an winzigen Tischen&#xA;– und die Hälfte starrte aufs Smartphone. Ich ja auch, streng genommen.&#xA;Anders wäre das Foto gar nicht entstanden.&lt;/p&gt;</description>
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				<title>Schaffhauserstrasse</title>
				<link>https://brawer.ch/de/art/schaffhauserstrasse/</link>
				<pubDate>Fri, 04 Sep 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid>https://brawer.ch/de/art/schaffhauserstrasse/</guid>
				<description>&lt;p&gt;Nachdem ich mich an einem Nachmittag in Zürich mit einer Freundin&#xA;getroffen hatte, machte ich mich auf den Rückweg zum Bahnhof. Dabei&#xA;kam ich am &lt;a href=&#34;https://kafifreud.ch/&#34;&gt;Kafi Freud&lt;/a&gt; an der&#xA;Schaffhauserstrasse vorbei. Draussen sassen Leute an der Sonne,&#xA;Kaffeetassen auf den kleinen Tischen, und die ganze Szene lag in einem&#xA;warmen, ruhigen Licht. Ich machte von der anderen Strassenseite her&#xA;ein Foto und malte es später.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Am Ende liess ich die Gesichter weg. Für mich wird das Bild dadurch&#xA;interessanter – man sieht noch die Haltung, die Gesten, das Hin und&#xA;Her eines guten Gesprächs, ohne zu wissen, wer da gerade spricht.&#xA;Vielleicht mache ich irgendwann eine Serie daraus: Menschen beim&#xA;Kaffee, ohne Gesichter.&lt;/p&gt;</description>
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				<title>Shinjuku-eki</title>
				<link>https://brawer.ch/de/art/shinjuku-eki/</link>
				<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid>https://brawer.ch/de/art/shinjuku-eki/</guid>
				<description>&lt;p&gt;Auf &lt;a href=&#34;https://unsplash.com/photos/woman-in-white-elbow-sleeved-shirt-standing-near-white-train-in-subway-2TlAsvhqiL0&#34;&gt;Unsplash&lt;/a&gt;&#xA;fand ich ein frei lizenziertes Foto von &lt;a href=&#34;https://unsplash.com/@eutahm&#34;&gt;Eutah&#xA;Mizushima&lt;/a&gt;: eine Frau, die auf einem&#xA;U-Bahn-Perron wartet, der Hintergrund verschwommen. Das schien mir&#xA;eine gute Gelegenheit, zu lernen, wie man Bewegungsunschärfe in Öl&#xA;vortäuscht.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Für mein Gemälde verwendete ich zwei verschiedene Weisstöne –&#xA;Zinkweiss, kühl und leicht grau, für den diffusen Hintergrund, und&#xA;Titanweiss, mit ganz wenig Chromgelb versetzt, für den Pullover im&#xA;Vordergrund. Aufgenommen wurde das Foto im Bahnhof Shinjuku in Tokio,&#xA;daher der Titel «Shinjuku-eki», japanisch für «Bahnhof Shinjuku».&lt;/p&gt;</description>
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				<title>Frau in der Lederjacke</title>
				<link>https://brawer.ch/de/art/woman-in-a-leather-jacket/</link>
				<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid>https://brawer.ch/de/art/woman-in-a-leather-jacket/</guid>
				<description>&lt;p&gt;Nachdem ich mit &lt;a href=&#34;https://brawer.ch/de/tags/werkzeuge/&#34;&gt;Werkzeugen in&#xA;Öl&lt;/a&gt; herumexperimentiert hatte – die Technik&#xA;mochte ich sehr, aber das Motiv fand ich todlangweilig –,&#xA;wurde mir klar: Menschen sind viel interessanter. Ich bin generell&#xA;fasziniert von der Kunst der 1920er-Jahre, besonders der &lt;a href=&#34;https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Sachlichkeit_%28Kunst%29&#34;&gt;Neuen&#xA;Sachlichkeit&lt;/a&gt;,&#xA;und wollte ein Porträt in diesem Stil versuchen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;In einer Ausstellung hatte ich &lt;a href=&#34;https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/das_schluesselstueck?nav_id=3749&amp;amp;language=de&#34;&gt;Mädchen im&#xA;Pelz&lt;/a&gt;&#xA;gesehen, ein Gemälde von Wilhelm Lachnit aus dem Jahr 1925. Eine&#xA;exakte Kopie wollte ich aber nicht malen – vielmehr fragte ich mich,&#xA;wie sie wohl heute aussehen würde. Über die Frau selbst weiss ich&#xA;nichts Genaueres, aber es lag nahe, dass sie eine &lt;a href=&#34;https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Frau&#34;&gt;Neue&#xA;Frau&lt;/a&gt; war, wie man die&#xA;modernen, selbstbestimmten Frauen der Weimarer Republik nannte.&lt;/p&gt;</description>
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				<title>Anna Gabbioneta, nach Christian Schad</title>
				<link>https://brawer.ch/de/art/anna-gabbioneta-after-christian-schad/</link>
				<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
				<guid>https://brawer.ch/de/art/anna-gabbioneta-after-christian-schad/</guid>
				<description>&lt;p&gt;Studie nach &lt;a href=&#34;https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Schad&#34;&gt;Christian&#xA;Schads&lt;/a&gt; &lt;em&gt;Anna&#xA;Gabbioneta&lt;/em&gt; (1927), entstanden als technische Übung.&lt;/p&gt;</description>
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